Geschichte

Den lange gehegten Wunsch nach Selbständigkeit erfüllte sich Rudolf Gautschi im Sommer 1958. Nach nur einer Woche Entscheidungsfrist entschloss er sich zur Miete der Zentral Garage an der Mittelstrasse in Langenthal. Der Startschuss fiel am Samstag, dem 12. Juli 1958 mit den Marken VW und Chrysler. Als einzige VW-Vertretung in der Region war die Nachfrage gross und so liess der Erfolg nicht lange auf sich warten. Mit nur drei Mitarbeitern und der beschränkt vorhandenen Fläche konnte der Betrieb jedoch den Kundenbedürfnissen kaum gerecht werden. Ein neuer Betriebsstandort stand deshalb als unumgängliche Massnahme bevor. Eine Garage sollte sowohl die Nähe zum Ortskern als auch genügend Raum gewähren. Mit dem Vorhaben, beide Ansprüche zu vereinen, fällte Rudolf Gautschi den mutigen Entscheid, Bauland an der Bützbergstrasse zu erwerben. Damals säumten noch keine grauen Betonblocks die Bützbergstrasse. Vielmehr war diese umgeben von saftigem Grün. Genau an dieser Stelle sah Rudolf Gautschi seine zukünftige Garage.

Bereits im Herbst 1961 war der Umzug an den neuen Standort vollzogen und damit die Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Firma geschaffen.


Von den Grundsteinen…

Kurz nach dem Standortwechsel wurden der Garage Gautschi die Direktvertretung und der Ersatzteillager-Stützpunkt im Oberaargau übertragen. Auch Innovationen im Bereich Verkauf zeugten vom steten Wachstum der Firma. So wurden 1962 mit der Marke Audi die ersten viertürigen Autos in das Sortiment aufgenommen. Zudem stellte das 1968 erbaute Occasions-Center an der Weissensteinstrasse eine zusätzliche Erweiterung des Betriebs dar.

1973 wurde schliesslich der Vertrieb von Chrysler abgesetzt, wobei die dadurch entstandene Lücke durch die erweiterte Modellpalette von Audi geschlossen wurde. Wachstum und Fortschritt prägten auch in den folgenden Jahren die Firmenentwicklung.

Zum 25-Jahr-Jubiläum verzeichnete die Garage Gautschi bereits 34 Angestellte. Gleichermassen vergrösserten sich die Kundschaft und deren Nachfrage. Diese Tatsache bewog die Leitung der Garage zu einem weiteren Schritt in Richtung Optimierung. Durch die Reorganisierung des Betriebsablaufs sollten die Dienstleistungen der erhöhten Nachfrage angepasst werden. Ziel war es, den Kundenwunsch zunehmend in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen. Um unangenehme Überraschungen bei Reparaturrechnungen zu vermeiden, wurde eine Diagnoseannahme eingeführt. Dadurch konnten der Reparaturumfang und somit die Kosten vorzeitig bestimmt werden.

Dieser neue Betriebsablauf brachte automatisch bauliche Veränderungen mit sich. Im August 1992 begannen die Um- und Neubauarbeiten. Neben einem Zwischentrakt-Neubau und der Vergrösserung des Auto-Ausstellraums wurden eine Selbstbedienungs-Waschanlage, ein neues Lagersystem der Ersatzteile, ein Schnellservice sowie eine Triohebebühne in die Garage integriert.  Im Mai 1993 wurde die neue Anlage bezogen. Durch diese rationelle Struktur gewann die VW- und Audi-Garage an Flexibilität.

….über kleinere und grössere Veränderungen…

1995 konnte Rudolf Gautschi auf eine prägende, erfüllte und erfolgreiche Zeit an der Spitze der Garage zurückblicken. Nach 37 Jahren übergab er die Leitung der Garage Gautschi seinem jüngsten Sohn Andreas. Zeitgleich mit der familieninternen Übergabe wurde die bis anhin als Einzelunternehmung geführte Garage in die rechtliche Form einer Aktiengesellschaft überführt. Den Ausschlag für die rasante Weiterentwicklung der folgenden Jahre gaben indes neue Handelsverträge. 1998 eingeführt, legten Werke und Importeure mit den veränderten Abkommen der Autoindustrie eine neue Strategie zugrunde: Bestand bis in die späten 80-er Jahren die Tendenz zu einem dichten Händlernetz, setzten die Autowerke nunmehr auf eine geringere Anzahl von schlagkräftigen und standortoptimierten Händlern. In Verbindung mit der sich laufend steigernden Komplexität der Autos und der zunehmenden Modellvielfalt innerhalb der verschiedenen Marken wurde so Ende der 90-er Jahre eine bis heute stattfindende Markenspezialisierung eingeleitet. Den von dieser Entwicklung auf die Garagen ausgehenden Druck nahm Andreas Gautschi für sein Unternehmen als Chance wahr. Angesichts des konstanten Umsatzzuwachses entschied er sich für einen Ausbau seiner Garage – mit dem langfristigen Ziel, im Oberaargau ein Kompetenzzentrum für die Marken VW und Audi aufzubauen.  Nachdem bereits 1998 zusätzlich zur Carrosserie eine Automalerei eingerichtet worden war, erfolgten in den zwei darauffolgenden Jahren die Erweiterung des Audi- sowie die Neuerstellung des VW-Ausstellraums. Die beiden Marken konnten durch die räumliche Separation von nun an getrennt präsentiert werden. Ebenfalls wurde die Zuständigkeit der Verkaufs-Crew für die Marken aufgeteilt, da es aufgrund der vielfältigen Modelltypenvielfalt kaum mehr möglich war, Spezialist für beide Marken zu sein.


…bis hin zur Blütezeit

Der Startschuss zu den bisher umfangreichsten Erweiterungsbauten fiel schliesslich mit der Entscheidung, die Angebotspalette zu VW und Audi zu komplettieren. Die Konzernmarken SEAT und ŠKODA sollten eine bestmögliche Ergänzung zu den beiden bisherigen Marken bilden. So begann im November 2004 die bauliche Ausweitung in den drei Hauptbereichen Verkauf, Carrosserie und Werkstatt. Mit dem Kauf des Zeughausareals wurde dabei zusätzlicher Bauraum gewonnen, sodass die Gebäudefläche gesamthaft verdoppelt werden konnte. Bei der Neueröffnung im Oktober 2005 präsentierte die Garage Gautschi AG erstmals die beiden Ausstellräume für SEAT und ŠKODA, die neue Werkstatt und die zu dieser Zeit schweizweit modernste Waschanlage. Nach dem Ausbau in Langenthal folgte zusätzlich die räumliche Ausdehnung.

Aufgrund ungenügender Marktabdeckung wurde im Raum Burgdorf nach einem Händler für die Marken Audi und ŠKODA gesucht. Eine Filiale in Lyssach erwies sich für die Garage Gautschi AG dabei als optimale Möglichkeit, den Standort Langenthal einerseits zu stützen, andererseits zusätzlich abzusichern. Nach dem Spatenstich im November 2005 konnte Andreas Gautschi nur acht Monate später mit Auto Gautschi die Eröffnung des neuen Betriebes feiern.

Die vielen Kundenzugänge schon im ersten Betriebsjahr zeigten, dass der eingeschlagene Weg richtig war. 2007 konnte der Standort Lyssach mit einer Erweiterung von Verkaufsraum und Werkstatt gefestigt und ausgebaut werden.

Mit einem mitreissenden, stimmungsvollen Fest wurde im 2008 das 50-Jahr-Jubiläum gefeiert. Über 100 Mitarbeiter und eine starke Infrastruktur präsentierten sich ihren Gästen als solides und agiles Unternehmen, das weit über die Region hinausstrahlt.

Verkaufen, reparieren und waschen auf 13'000 m2 – An der Bern-Zürichstrasse entsteht im Jahr 2011 geballte Automobil-Infrastruktur: das Audi-Center, das G+ Occasionscenter und eine neue Waschanlage. Das Platzangebot für Occasionen verdoppelt sich auf neu 100 Top-Automobile, das exklusive Audi-Center erstrahlt an prominenter Lage. Die neue Waschanlage bietet maximale Waschleistung für höchste Ansprüche an Sauberkeit und Pflege und ist ein Erfolg! Nur zwei Jahre später folgte eine Schwester-Anlage an der Bützbergstrasse und 2016 eine in Lyssach.

Mit der Neugestaltung der Show-Räume an der Bützbergstrasse wurden 2015 zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Umsetzung der aktuellen Markenstandards und das Rücken der Automobile von VW und ŠKODA ins «rechte» Licht für die Kundschaft.